Kantone · SG
Der Kanton St. Gallen zählte Ende 2025 eine ständige Wohnbevölkerung von 544'040 Personen (BFS, Stand 31. Dezember). Hauptstadt ist St. Gallen (KV SG Art. 1), mit 79'487 Personen auch die grösste Gemeinde; es folgen Rapperswil-Jona (28'836) und Wil (25'444). Einen Sprachenartikel enthält die Verfassung nicht, der Kanton ist aber deutschsprachig: Alle Gemeinden liegen im deutschen Sprachgebiet, und das Bundesrecht führt St. Gallen nicht als mehrsprachigen Kanton (BFS; Art. 21 Abs. 2 SpG).
St. Gallen wendet dasselbe Betäubungsmittelrecht des Bundes an wie alle anderen Kantone. Seit dem 1. August 2022 können approbierte Ärzt:innen Medizinalcannabis verschreiben, sofern medizinisch indiziert; eine Sondergenehmigung ist nicht erforderlich (Art. 8 BetmG). Den Vollzug übernimmt der Kanton. So bestellen Ärzt:innen die amtlichen Formulare für Betäubungsmittelrezepte über die kantonale Plattform Medportal, höchstens zwei Blöcke pro Bestellung.
Aufsicht über Heil- und Betäubungsmittel
Die Kantonsapotheke ist die Stelle der Kantonsapothekerin oder des Kantonsapothekers und gehört zum Generalsekretariat des Gesundheitsdepartements. Sie vollzieht die Heilmittelgesetzgebung im Humanbereich im Rahmen der kantonalen Zuständigkeit: Marktüberwachung im Detailhandel, Bewilligungen, Kontrolle des Betäubungsmittelverkehrs und der Entsorgung sowie Inspektionen von Apotheken, Drogerien und ärztlichen und zahnärztlichen Privatapotheken.
KantonsapothekeUmgang mit Betäubungsmitteln: Kantonsapotheke (sg.ch)
Pilotversuche
Laut BAG-Übersicht, geprüft am 20. Oktober 2026, ist der Pilotversuch CanLeg in Wil, Buchs, Rorschach, Sargans und Rapperswil-Jona bewilligt. Er ist eine nicht medizinische wissenschaftliche Studie nach Art. 8a BetmG: Der Konsum aus medizinischen Gründen ist nicht Gegenstand des Versuchs, und Teilnehmende müssen im Kanton St. Gallen wohnen (Art. 14 BetmPV). Eine offizielle kantonale Quelle, die den Start der Studie bestätigt, haben wir nicht gefunden. CanLeg ist von einer ärztlichen Behandlung getrennt, und unsere Praxis ist daran nicht beteiligt.
Gut zu wissen
- Die Kantonsapotheke handelt im Auftrag auch für den Kanton Appenzell Innerrhoden.
- Ihre Seite zum Umgang mit Betäubungsmitteln (aktualisiert am 13. Februar 2026) behandelt Buchführung, kantonale Bewilligungen, die Meldung missbräuchlich verwendeter Verschreibungen, die Entsorgung und Reisen mit betäubungsmittelhaltigen Arzneimitteln.
- St. Gallen gehört zur Region der Regionalen Fachstelle Ost- und Zentralschweiz bei der Kantonalen Heilmittelkontrolle Zürich, die Herstellungs-, Import-, Export- und Grosshandelsbetriebe für Arzneimittel inspiziert.
Apotheken im Kanton St. Gallen
Wir haben im Kanton St. Gallen keine Apotheke gefunden, die das auf ihrer eigenen Website angibt. Diese Apotheken geben an, Medizinalcannabis-Zubereitungen schweizweit per Post zu versenden:
Stauffacher Apotheke
Birmensdorferstrasse 1
8004 ZürichVersand per Post auf der Website angegeben
Rosengarten Apotheke
Poststrasse 1
8303 BassersdorfVersand per Post auf der Website angegeben
Bollwerk Apotheke
Bollwerk 15
3011 BernVersand per Post auf der Website angegeben
MediCrops Apotheke
Steinenberg 23
4051 BaselVersand per Post auf der Website angegeben
Alpstein Apotheke
Urnäscherstrasse 51
9104 WaldstattVersand per Post auf der Website angegeben
Video-Konsultation aus dem Kanton St. Gallen
Seiten für Städte in diesem Kanton:
Überall dieselben Bundesregeln
- Seit dem 1. August 2022 dürfen Ärzt:innen Cannabisarzneimittel ohne Ausnahmebewilligung des BAG verschreiben (Art. 8 BetmG). Ob eine Behandlung in Frage kommt, entscheidet die Ärztin individuell in der Konsultation.
- Arzneimittel mit mindestens 1 Prozent Gesamt-THC werden auf dem amtlichen Betäubungsmittelrezept verschrieben, das einen Monat gültig ist (Art. 46 und 47 BetmKV). Das Originalformular aus Papier muss in die Apotheke gelangen.
- Sie wählen die Apotheke frei, in Ihrem Kanton oder anderswo in der Schweiz (Art. 26 HMG).
Fragen zum Kanton St. Gallen
Welche Stelle beaufsichtigt in St. Gallen Heil- und Betäubungsmittel?
Die Kantonsapotheke im Generalsekretariat des Gesundheitsdepartements. Sie handelt im Auftrag auch für Appenzell Innerrhoden.
Hat der Pilotversuch CanLeg etwas mit einer ärztlichen Behandlung zu tun?
Nein. CanLeg ist eine wissenschaftliche Studie zum nicht medizinischen Konsum nach Art. 8a BetmG; der Konsum aus medizinischen Gründen ist nicht Gegenstand des Versuchs. Unsere Praxis ist daran nicht beteiligt.
Muss die Apotheke im Kanton St. Gallen sein?
Nein. Patient:innen wählen die Apotheke frei, im Kanton oder anderswo in der Schweiz (Art. 26 HMG).
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Sie ersetzt keine ärztliche Konsultation.
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